Nasser Fels kostet am Klettersteig mehr Zeit als Höhenmeter

Stahlseil und Trittstifte an einer steilen, feuchten Felswand, im Hintergrund Nebel über dem Tal

Eine Runde mit 600 Höhenmetern im Steig, Schwierigkeit C, dazu Zustieg und Abstieg. Im Juli waren das knapp sieben Stunden ab Parkplatz, mit Pause am Ausstieg. Dieselbe Gruppe, dieselbe Route, am zweiten Sonntag im Oktober: Start um halb zehn, zurück am Auto um kurz vor sieben, die letzte halbe Stunde mit Stirnlampe.

Nichts daran war Pech. Zwischen den beiden Terminen lagen zwei Regentage, eine Flanke, die seit Wochen kaum noch Sonne bekommt, und Finger, die bei sechs Grad am Drahtseil nicht mehr das tun, was sie im Sommer tun. Der Fels war derselbe. Die Reibung nicht.

Der Fehler steckt nicht in der Route, sondern in der Zeitrechnung. Wer im Herbst mit der Kalkulation aus dem Sommer plant, plant eine Tour, die es an diesem Tag nicht gibt.

  • Der Kern: nasser Fels kostet Zeit, nicht Höhenmeter
  • Planungsaufschlag: dreißig bis vierzig Prozent auf die Sommerzeit, im Steig selbst mehr
  • Kritische Stelle: Rinnen und Verschneidungen, die ab Oktober keine Sonne mehr sehen
  • Unsichtbares Risiko: dünne Vereisung auf Trittstiften nach einer Frostnacht
  • Feste Größe: Startzeit rückwärts vom letzten Licht, nicht vom Wecker
  • Abbruch: sichtbare Vereisung im Steig ist ein Grund umzudrehen, kein Grund für mehr Vorsicht

Sieben Stunden geplant, neuneinhalb gebraucht

Die Route: 500 Höhenmeter Zustieg über einen Waldsteig, 600 Höhenmeter im Steig mit zwei kurzen Stellen im Bereich D, Abstieg über den Normalweg. Im Sommer eine Tour, die vor dem späten Nachmittag zu Ende ist.

Im Oktober waren es zweieinhalb Stunden mehr, ohne Zwischenfall, ohne Verirren und ohne dass jemand aus der Gruppe gehandicapt gewesen wäre. Alle gingen so schnell, wie sie im Juli gegangen waren – nur eben nicht mehr auf demselben Untergrund.

Die Zeit ging nicht an einer Stelle verloren, sondern überall ein wenig. Genau das macht den Fehler so schwer zu bemerken: Man wird nicht aufgehalten, man ist nur durchgehend langsamer.

Auffällig wird es erst am Ausstieg, wenn die Uhr eine Zahl zeigt, mit der niemand gerechnet hat, und der Abstieg noch komplett aussteht. Ab diesem Punkt gibt es keine gute Entscheidung mehr, nur noch schnelle – und schnelle Entscheidungen auf nassem Fels sind der Anfang der meisten Unfallberichte.

Klettersteig im Herbst: drei Bedingungen, die die Uhr bestimmen

Drei Dinge unterscheiden einen Klettersteig im Herbst von demselben Steig im Hochsommer, und keines davon steht in der Wegbeschreibung.

Erstens die Feuchtigkeit. Bei zehn Grad und hoher Luftfeuchte trocknet Fels kaum ab, und was nachts an Tau niedergeht, bleibt in Schattenlagen den ganzen Tag liegen. Zweitens der Sonnenstand: Eine Wand mit acht Sonnenstunden im Juli bekommt Mitte Oktober vielleicht zwei, und nordseitige Rinnen gar keine.

Drittens das Licht. Zwischen Anfang September und Ende Oktober verschwinden rund drei Stunden Tageshelligkeit, und im Gebirge kommt der Schatten deutlich vor dem Sonnenuntergang. Wer den Zeitpuffer aus dem Sommer beibehält, rechnet mit einer Reserve, die es nicht mehr gibt.

Nasser Kalk verliert mehr Reibung als nasser Granit

Nasse Kalkplatte mit dunklen Wasserläufen und hell polierten Trittstellen aus vielen Begehungen
Llywelyn2000 / BY-SA 4.0

Reibung entsteht aus der Struktur der Oberfläche. Granit und Gneis sind körnig und bieten auch feucht noch Halt. Kalk ist glatter, und dort, wo viele gehen, ist er von Sohlen poliert. Ein Wasserfilm auf poliertem Kalk ist das Rutschigste, was ein Steig zu bieten hat – und diese Stellen liegen genau da, wo alle treten.

Sandstein verhält sich noch einmal anders: Er nimmt Wasser auf, das Bindemittel weicht auf, die Festigkeit sinkt. Deshalb gilt im Elbsandsteingebirge die Regel, bei Nässe gar nicht zu klettern. Das ist keine Vorsicht, sondern Materialkunde.

Für die Auswahl heißt das: Das Gestein gehört in die Tourenentscheidung. Ein Steig im Kalk der Nördlichen Kalkalpen und einer im Urgestein der Zentralalpen reagieren auf denselben Regentag völlig verschieden.

Wie lange Fels nach Regen wirklich braucht

Eine besonnte Südwand mit Wind ist nach ein paar Stunden wieder trocken. Eine schattige Wand im Oktober kann tagelang feucht bleiben, und Stellen mit Sickerwasser aus dem Berg trocknen überhaupt nicht. Sie sind auch im Hochsommer nass, nur fällt es dann nicht auf.

Ein brauchbares Verfahren vor der Tour: Niederschlag der letzten drei Tage prüfen, dann Ausrichtung und Sonnenstunden dagegenhalten. Zwei Regentage plus Nordausrichtung plus zehn Grad ergeben einen nassen Steig, unabhängig davon, was das Wetter am Tourentag macht.

Der Rest ist Beobachtung am Einstieg. Wenn die ersten zehn Meter dunkel gefärbt sind und die Trittstifte glänzen, gehört die Entscheidung dorthin und nicht zweihundert Meter weiter oben.

Hilfreich sind dabei die Rückmeldungen anderer Begeher aus den Tagen davor, sofern sie mit Datum versehen sind. Ein Bericht von vergangener Woche beschreibt im Oktober einen anderen Berg als den, der heute dasteht. Alles, was älter als drei oder vier Tage ist, taugt für die Wegführung, nicht für die Verhältnisse.

Rinnen und Verschneidungen: was die Sonne ab Oktober auslässt

Viele Steige queren Rinnen, Kamine oder Verschneidungen. Diese Strukturen liegen im Schatten, sammeln Wasser und geben es langsam ab. Im Juli spielt das keine Rolle, weil die Mittagssonne auch dort hineinreicht. Im Oktober steht sie zu tief.

Daraus folgen zwei Dinge. Erstens bleibt der Fels in diesen Abschnitten nass, auch wenn der Rest des Steigs abgetrocknet ist. Zweitens sind es genau die Stellen, an denen nachts Wasser gefriert. In den Nördlichen Kalkalpen und im Gesäuse mit seinen steilen Nordabbrüchen ist das ab Anfang Oktober ein Standardthema.

Wer den Steig kennt, weiß, wo diese Abschnitte liegen. Wer ihn nicht kennt, liest die Beschreibung auf Stichworte wie Rinne, Verschneidung, Kamin oder Nordwand und plant dafür zusätzliche Zeit ein.

Verglasung sieht man erst, wenn man drinsteht

Nach einer klaren Nacht unter null überzieht gefrierendes Sickerwasser den Fels mit einem dünnen, durchsichtigen Film. Von unten ist er nicht zu erkennen, weil er die Farbe des Steins kaum verändert, und er sitzt bevorzugt auf waagerechten Flächen: auf Trittstiften, Leitersprossen und Bändern.

Die Nullgradgrenze aus der Bergwettervorhersage ist dafür die entscheidende Zahl. Liegt sie nachts unter der Höhe des Steigs und gab es vorher Niederschlag, ist mit Vereisung zu rechnen. Der Deutsche Alpenverein und die Wetterdienste veröffentlichen diese Werte für die Alpen täglich.

Dazu kommt eine Zeitfalle. Dieselbe Stelle, die um acht Uhr vereist ist, kann um elf trocken sein – nur reicht ab elf die Zeit für die Runde nicht mehr. Vereisung schiebt den frühesten Start nach hinten und die Umkehrzeit nach vorn. Meistens schließt sich das Fenster damit.

Kalte Hände sind ein Zeitproblem

Am Drahtseil arbeiten die Hände über Kopfhöhe. Das Blut kommt schlechter an, und bei fünf oder sechs Grad Wandtemperatur kühlen die Finger in wenigen Minuten aus. Was dann nachlässt, ist nicht die Kraft, sondern die Feinmotorik.

Praktisch heißt das: Der Karabiner braucht drei Versuche statt einem. An einer Verankerung, an der im Sommer zwei Sekunden vergehen, sind es jetzt zehn. Bei achtzig Verankerungen ist das eine Viertelstunde, und das ist nur eine von mehreren solchen Rechnungen.

Dagegen hilft Ausrüstung: Handschuhe mit geschlossenen Fingerkuppen statt der luftigen Sommervariante, dazu ein Reservepaar im Deckelfach. Ein durchnässter Handschuh wärmt nicht mehr, er kühlt.

Wo die Zeit tatsächlich verloren geht

  • Zustieg: nasses Laub, feuchte Wurzeln und rutschige Latschen zwingen zu kürzeren Schritten
  • Am Einstieg: Gurt über der Isolationsjacke anlegen dauert länger als über dem Shirt
  • Im Steig: jeder Tritt wird geprüft statt belastet
  • An den Verankerungen: kalte Finger, längeres Umhängen, mehr Fehlgriffe
  • Im Stau: die Gruppe davor ist aus denselben Gründen langsamer
  • Bei den Pausen: sie fallen kürzer aus, dafür häufiger, weil man auskühlt
  • Im Abstieg: der nasse Normalweg kostet oft mehr Zeit als der Steig selbst

Kein einzelner Punkt ist dramatisch. Zusammengenommen ergeben sie die zweieinhalb Stunden aus dem Beispiel.

Die Rechnung, die vor dem Einstieg steht

Die Zahlen stammen aus dem Vergleich derselben Runde im Juli und im Oktober. Übertragbar ist nicht die Uhrzeit, sondern das Verhältnis.

Abschnitt trocken im Juli nass im Oktober Grund
Zustieg, 500 Höhenmeter 1:45 2:15 nasses Laub, kürzere Schritte
Steig, 600 Höhenmeter im Grad C 2:30 4:00 Tritte prüfen, kalte Finger, Stau
Pause am Ausstieg 0:30 0:20 zu kalt zum Sitzen
Abstieg, 1100 Höhenmeter 2:00 2:45 rutschiger Steig, nasse Wurzeln
Summe 6:45 9:20 Aufschlag rund vierzig Prozent

Als Faustzahl: Im Steig kommt man bei mittlerer Schwierigkeit und trockenem Fels grob auf 100 bis 150 Höhenmeter pro Stunde. Bei nassem Fels und Kälte sind es 60 bis 100. Wer mit der oberen Zahl plant, plant den Abstieg im Dunkeln.

Startzeit rückwärts vom letzten Licht

Die Startzeit ergibt sich nicht aus der Anreise, sondern aus dem Ende. Man nimmt den Zeitpunkt, an dem es im Tal wirklich dunkel wird, zieht eine Stunde Reserve ab und danach die gesamte kalkulierte Tourenzeit. Was übrig bleibt, ist die späteste vertretbare Startzeit.

Im Gebirge kommt eine Korrektur dazu: In einem nach Norden geöffneten Tal ist es eine gute Stunde vor dem rechnerischen Sonnenuntergang bereits so dunkel, dass ein Abstieg über Wurzeln und Blockwerk zäh wird. Diese Stunde gehört in die Kalkulation.

Dann kommt die Vereisung und schiebt den frühesten Start nach hinten. Wenn frühester und spätester Start zusammenfallen, ist die Tour für diesen Tag zu lang. Das ist eine Planungsaussage und keine Frage von Motivation.

Die Skala sagt nichts über den Tag

Die gängige Klettersteigskala reicht von A für leicht bis F für außergewöhnlich schwierig und beschreibt die Anforderung an trockenem Fels bei guten Verhältnissen. Über Nässe, Kälte, Wind und die Länge des Zustiegs sagt sie nichts.

Als Planungsgröße hat sich bewährt, bei durchnässtem Fels eine Stufe aufzuschlagen. Ein C fühlt sich dann an wie ein D: Die Tritte tragen weniger, man hängt mehr in den Armen, und die Kraft geht schneller weg. Wer im Sommer knapp an der Grenze zu D unterwegs war, hat im nassen C keine Reserve mehr.

Kondition gehört genauso in die Rechnung. Ein Steig verlangt Armkraft über Stunden und Trittsicherheit auch dann noch, wenn die Beine müde sind. Bei langen alpinen Unternehmungen wie am Watzmann entscheidet ohnehin die Ausdauer über den Tag, nicht die schwerste Einzelstelle.

Welche Steige im Herbst noch tragen

Tragfähig sind im Oktober vor allem Steige mit vier Eigenschaften: nach Süden oder Westen ausgerichtet, tief gelegen, kurz im Verhältnis zum Zustieg und mit einem Abstieg, der nicht durch dieselbe Schattenflanke führt.

Schwierig werden lange Steige in Nordwänden, Touren mit Zustieg über 2500 Meter und alles, was einen Gipfelgrat quert, auf dem Wind und Kälte zusammenkommen. Nicht weil das unmöglich wäre, sondern weil das Zeitfenster zu schmal wird.

Wenn die Verhältnisse nicht passen, ist die niedrigere Alternative die bessere Tour. Am Alpenrand, etwa im Chiemgau, liegen genug Ziele, die im Oktober bei denselben Bedingungen problemlos funktionieren. Das ist kein Verzicht, sondern eine Anpassung an das Datum.

Ausrüstung, die den Unterschied macht

Helm, Klettergurt und Klettersteigset liegen am Einstieg auf einem Felsblock bereit

Helm, Klettergurt und ein normgerechtes Klettersteigset mit Bandfalldämpfer sind ganzjährig Pflicht. Aktuelle Sets sind für einen bestimmten Gewichtsbereich samt Ausrüstung zugelassen, meist etwa vierzig bis hundertzwanzig Kilogramm. Die genaue Spanne steht auf dem Set und gehört vor dem Kauf gelesen, besonders bei Kindern.

Dazu kommen im Herbst: geschlossene Handschuhe plus Reservepaar, eine Isolationsjacke für die Pause am Ausstieg, Mütze, Stirnlampe mit vollem Akku, Rettungsdecke oder Biwaksack und mehr warme Flüssigkeit, als man im Sommer einpacken würde.

Was nicht hilft, ist Ausrüstung für Verhältnisse, für die man nicht ausgebildet ist. Grödel oder Steigeisen machen aus einem vereisten Klettersteig keine machbare Tour. Wenn Vereisung zu erwarten ist, ist der Steig kein Ziel mehr, und ein Gerät im Rucksack ändert daran nichts.

Notausstieg, Gewitter und das Drahtseil

Viele Steige haben keinen Ausstieg in der Mitte. Wer einsteigt, geht durch. Deshalb gehört zur Vorbereitung die Frage, ob es Fluchtmöglichkeiten gibt und wo sie liegen. Fehlen sie, verschärft das jede Zeitrechnung, weil eine Umkehr bei Gegenverkehr kaum möglich ist.

Gewitter sind im Oktober seltener als im Hochsommer, aber Kaltfronten bringen Graupel, Sturmböen und einen Temperatursturz innerhalb einer Stunde. Am Steig ist man mit Metall verbunden, das tief im Berg verankert ist; bei Gewitterrisiko wird nicht eingestiegen.

Der Notruf lautet in Deutschland und EU-weit 112, in Österreich zusätzlich 140 für die Bergrettung, in der Schweiz 1414 für die Rettungsflugwacht. Ohne Empfang bleibt das alpine Notsignal: sechs Zeichen pro Minute, dann eine Minute Pause, und von vorn. Die Antwort besteht aus drei Zeichen pro Minute.

Umkehren, solange es eine Entscheidung ist

Die Umkehr am Einstieg kostet die Anfahrt. Die Umkehr nach zwei Dritteln kostet unter Umständen sehr viel mehr. Deshalb fällt die Entscheidung dort, wo sie noch günstig ist: vor dem Einhängen.

Drei Kriterien, die vorher feststehen sollten. Bei sichtbarer Vereisung im Steig wird nicht eingestiegen. Wenn die kalkulierte Zeit die verfügbare Helligkeit übersteigt, wird nicht eingestiegen. Und wenn eine Person in der Gruppe schon am Zustieg Mühe hat, wird ebenfalls nicht eingestiegen.

Diese Regeln funktionieren nur, wenn sie vor der Anfahrt vereinbart wurden. Am Einstieg, mit dem Gipfel vor Augen und drei Stunden Fahrt im Rücken, verhandelt jede Gruppe anders.

Häufige Fragen

Kann man einen Klettersteig bei Regen gehen?

Technisch ja, sinnvoll selten. Nasser Fels kostet Reibung und Zeit, Metall wird kalt und rutschig, und bei Gewitterneigung ist ein Steig der falsche Ort. Bei durchgehendem Regen ist die Entscheidung einfach.

Wie erkennt man Vereisung von unten?

Gar nicht zuverlässig. Ein dünner Eisfilm verändert die Farbe des Felsens kaum. Der Umweg führt über die Nullgradgrenze der Nacht, die Ausrichtung der Wand und die Frage, ob es davor Niederschlag gab.

Wie viel Aufschlag auf die Sommerzeit ist realistisch?

Bei feuchtem Fels und Temperaturen um zehn Grad rund dreißig bis vierzig Prozent auf die Gesamtzeit, im Steig selbst deutlich mehr. Bei kaltem, nassem Fels in Schattenlage kann sich die Zeit im Steig fast verdoppeln.

Ist ein altes Klettersteigset ein Problem?

Ja. Bandmaterial altert durch Licht, Feuchtigkeit und Gebrauch, und die Hersteller geben eine maximale Nutzungsdauer an. Ein Set, dessen Bandfalldämpfer einmal ausgelöst hat, wird ersetzt und nicht weiterverwendet.

Geht ein Klettersteig im Herbst allein?

Für Geübte auf einer bekannten Route unter guten Bedingungen ja. Bei nassem Fels, kurzen Tagen und wenig Betrieb im Steig fehlt allein aber genau das, was in dieser Jahreszeit am ehesten gebraucht wird: jemand, der eine Fehleinschätzung bemerkt und im Ernstfall Hilfe holen kann. Wer allein geht, hinterlässt eine Tourenmeldung mit Route und geplanter Rückkehrzeit.

Braucht man im Herbst mehr Wasser oder weniger?

Weniger Wasser, mehr Wärme. Der Flüssigkeitsbedarf sinkt bei Kälte spürbar, das Bedürfnis nach etwas Warmem steigt. Eine Isolierflasche mit einem halben Liter Tee bringt an einem kalten Ausstieg mehr als der zweite Liter kaltes Wasser.

Der Steig ändert sich zwischen Juli und Oktober nicht. Was sich ändert, sind Reibung, Licht und Fingerfertigkeit – drei Größen, die alle in dieselbe Richtung wirken. Wer sie in die Zeitrechnung einbaut, geht dieselben Touren wie im Sommer, nur früher am Tag.